Das Porträt über die individuelle Mobilität in der Schweiz.
  • Mobilität der Zukunft

Arbeitsplätze in der Automobilindustrie – Wer gehört alles dazu?

Arbeiten in der Automobilbranche – Garage, Verkauf und Zulieferer, doch was steckt dahinter.

Wer an Berufe in der Schweizer Automobilbranche denkt, hat oft Automobilverkäufer, Garagisten und Automechaniker im Kopf. Dabei gibt es in der Schweiz auch andere Jobs, beispielsweise in den zahlreichen Automobilzulieferbetrieben, die der breiten Masse oftmals unbekannt sind, aber einen wichtigen Teil zur Schweizer Wirtschaft beitragen. Viele weitere innovative Köpfe arbeiten in diesem Industriebereich. Wer sich sonst noch dahinter verbirgt, erfährst du in diesem Beitrag.

Eigentlich ist die Schweiz kein typisches Autoland wie etwa Deutschland oder Frankreich. Denn es werden hier weder Personenwagen noch Nutzfahrzeuge in grosser Stückzahl hergestellt. Dennoch hat die Automobilbranche auch hierzulande eine grosse Bedeutung und sichert zahlreiche Jobs. Fakt ist, dass jeder achte Arbeitsplatz in der Schweiz direkt oder indirekt vom Auto abhängt. Zur Schweizer Automobilbranche zählen rund 224’000 Beschäftigte und ungefähr 20‘000 Betriebe. Dazu zählen allein 5’200 Garagen mit rund 38’000 Beschäftigten, die dafür sorgen, dass die Vehikel fahrtüchtig bleiben. Sie sind sozusagen die Treuhänder des individuellen motorisierten Verkehrs und tragen massgeblich zur Sicherheit auf den Strassen und zur Energieeffizienz bei. Dennoch ist vielen von uns gar nicht bewusst, dass darüber hinaus innovative Schweizer Technologie in vielen Autos steckt.

Autozulieferer führen Schattendasein

Viele kleine und dennoch sehr wichtige Einzelteile fügen sich beim Auto zu einem Gesamtbild zusammen, werden jedoch vom durchschnittlichen Autofahrer nicht wahrgenommen. Daher sind viele Automobilzulieferer der breiten Masse gar nicht bekannt. Innovative Spezialisten, die dazu beitragen, dass unsere Autos so funktionieren, wie sie es heute tun. Gemäss der Studie Swiss Car der Universität Zürich zählen die Schweizer Autozulieferer 574 Unternehmen mit rund 34’000 Beschäftigten. Diese erzielen ein Umsatzvolumen von 12,3 Milliarden Franken. Wer aber glaubt, es handle sich dabei rein um Hightech-Einzelteile, der irrt sich. Die Herstellung reicht von einer einfachen Schraube bis hin zu Lacken, Kurbelwellen, Steuerungen, Aluminiumteilen, Hightech-Kabeln und Elektronik-Bestandteilen. So sind die Schweizer Automobilzulieferer auch in der Massenproduktion von günstigen Teilen wie etwa Schrauben tätig.

Vielseitige Jobs in der Automobilbranche

Gerade Technikabsolventen finden den Einstieg in die Automobilbranche häufig über Automobilzulieferer. Denn diese bieten spannende Jobs im Bereich Forschung und Entwicklung. Weitere Stellenangebote finden sich bei Tochtergesellschaften ausländischer Automobilunternehmen und den Herstellern von Nutzfahrzeugen. Das Know-how in der Schweiz reicht von der Produktion hochwertiger Karosserie-Gussteile über Verkleidungen für Schall- und Wärmeschutz bis hin zu Getriebebauteilen, die in Serie gefertigt werden. Für Nachwuchs sorgen zahlreiche attraktive Lehrstellen vom Automobil-Fachmann EFZ bzw. -Fachfrau über Automobil-Mechatroniker, Carrosseriespengler bis hin zum Automatiker. Dabei gibt es neben kantonalen und nationalen Berufsmeisterschaften längst auch Weltmeisterschaften, an denen Lernende aus der Schweiz äusserst erfolgreich ihr Können unter Beweis stellen. Mit dem reinen Automobilgewerbe eng verbunden sind auch noch viele weitere Branchen, so etwa Versicherungsgesellschaften, Leasingfirmen, Autovermieter oder die Betreiber der zahlreichen Parkhäuser in der Schweiz.

Insgesamt ist die Automobilbranche vielfältiger, als sie auf den ersten Blick erscheint, und bietet vielen Menschen einen Job – egal ob handwerklich, technisch oder kaufmännisch. Zugleich sorgen diese Arbeitsplätze und die Personen dahinter dafür, dass unsere Mobilität heute so attraktiv sein kann, wie sie ist: flexibel und immer noch sicherer.

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