Das Porträt über die individuelle Mobilität in der Schweiz.
  • Multi-Mobilität

Carpooling & Carsharing - Ist das etwas für mich?

Was ist eigentlich Carpooling und Carsharing? Und wann eignet sich welches Konzept für dich?

Carpooling – mit anderen eine Fahrt teilen. Aber wie kommt man denn dazu?
Via App, z.B. HitchHike oder Mobility-Carpool, wird eine Fahrgemeinschaft für eine bestimmte Strecke gesucht und bestätigt.
Ist eine Fahrt gefunden, vergewissert man sich über die Identität des Fahrers und steigt ein.
Anders das Carsharing: Hier wird ein verfügbarer Wagen via App, z.B. Sharoo, gesucht.
Eine Schlüsselübergabe entfällt, denn das Entsperren des Autos…
…erfolgt mittels App. Der Schlüssel befindet sich in der Regel im Handschuhfach.
Schlüssel rausnehmen, Auto starten und losfahren.
Als Vermieter lässt sich aus dem eigenen Auto ganz einfach Geld machen – und als Mieter kann einiges gespart werden.
Gerade für besondere Ausfahrten bietet sich Carsharing an – warum nicht mal mit einem Cabriolet an den See fahren.
Auch bei Umzügen bietet sich Carsharing an, etwa um günstig einen geräumigen Van zu mieten.
Fazit: Mit Carsharing stimmt man das Auto auf sein aktuelles Nutzungsbedürfnis optimal ab.
Während man beim Carpooling gleich noch bei jeder Mitfahrt neue Leute kennenlernt.

Die Anzahl Autos auf Schweizer Strassen steigt stetig, Staus wachsen, die Frustration nimmt zu. Kann Carpooling, also das Bilden von Fahrgemeinschaften, da Abhilfe schaffen? Oder haben wir sogar bald keine eigenen Fahrzeuge mehr, sondern teilen sie mit Fremden – also Carsharing? Wir erklären diese beiden Begriffe und zeigen, ob das etwas für dich sein könnte.

Carpooling dürfte für die wenigsten gänzlich unbekannt sein. Statt alleine im Auto von A nach B zu fahren, bildet man eine Fahrgemeinschaft mit anderen Personen – Freunde, Familie, Bekannte, Kollegen oder auch Fremde, die sich via App finden lassen. Geteilte Mobilität bedeutet gleichzeitig auch geteilte Kosten.

Einer dieser internationalen Dienstleister ist zum Beispiel Blablacar, aber auch in der Schweiz stehen Angebote zur Verfügung. Unter anderen bieten Idosh, Mobility-Carpool oder HitchHike Carpooling-Angebote an, um Mitfahrer zu finden. Je nach Anbieter werden Gebühren fällig – Mobility berechnet die Preise beispielsweise nach Distanz, HitchHike überlässt die Entschädigung den Beteiligten.

Wer sein Auto für Mitfahrer öffnet, kann so Kosten teilen für eine Strecke, die man ohnehin fahren würde. Die Mitfahrer hingegen können ohne ein eigenes Fahrzeug durch die ganze Schweiz fahren – vorausgesetzt, es findet sich eine Mitfahrgelegenheit. Nicht zuletzt senkt Carpooling auch die CO2-Emissionen, indem die Abgase nicht alleine durch den Fahrer getragen, sondern durch alle Insassen geteilt werden. Carpooling ist also eine Variante, wenn das Auto fährt – aber was, wenn es stillsteht?

Die zwei Arten des Carsharings: öffentlich und privat

Wer mit dem Auto zur Arbeit pendelt, braucht es in aller Regel während der Mehrheit des Tages nicht. Viele private Fahrzeuge bleiben jeden Tag bis zu 23 Stunden lang ungenutzt bleiben. Carsharing möchte diesen Stillstand zum Fortschritt machen und die Nutzungsdauer erhöhen.

Carsharing lässt sich grob in zwei Arten unterteilen:

  • Öffentliches Carsharing: Hier unterhält ein Carsharing-Anbieter eine Fahrzeugflotte. Diese Autos stehen auf öffentlichen Parkplätzen und können von Kunden reserviert und gemietet werden. Je nach Anbieter müssen die Fahrzeuge nach der Fahrt wieder an den Ausgangsort zurückgebracht oder können am Zielort stehen gelassen werden – bereit für den nächsten Fahrer. Die Autos gehören nicht einer Person, sondern einer Firma. Ein bekannter Schweizer Anbieter dieser Variante ist Mobility. Die Nutzung eines solchen Carsharing-Angebots bedingt jedoch eine gewisse Vorausplanung, da das Fahrzeug im Voraus reserviert werden muss. Beim «freefloating» Carsharing ohne festen Abstellplatz der Fahrzeuge ist die Spontaneität höher, weil man ein Auto in nächster Nähe buchen und fahren kann. Dieses Angebot gibt es jedoch nur in einigen Grossstädten wie Genf oder Basel.
  • Privates Carsharing: Diese Variante funktioniert ähnlich, nur ist der Eigentümer des Autos kein Unternehmen, sondern eine Privatperson. Mittels App lässt sich ein zum Carsharing angemeldetes privates Fahrzeug entriegeln. Abhängig von der Nutzungszeit oder der gefahrenen Distanz werden dabei Gebühren erhoben. Sharoo ist eines der privaten Carsharing-Unternehmen in der Schweiz. So kann man sein Auto zu Geld machen, während man es nicht braucht. Wie auch beim Carpooling sind beim Carsharing Flexibilität und Planung ebenso wichtig, um zeitweise auf das eigene Fahrzeug verzichten zu können.

Geteilte Autos – eine gute Idee für Herr und Frau Schweizer?

Wer seine Mobilität auf Carsharing oder Carpooling stützt, muss gewisse Einbussen in Kauf nehmen. Anders als mit einem eigenen Auto erfordert die sogenannte Sharing Economy eine gewisse Fähigkeit, vorauszuplanen – Spontanität ist nicht in jedem Fall möglich. Wer also auf die unmittelbare Verfügbarkeit seines Fahrzeugs angewiesen ist, ist eher am falschen Ort. Im Grunde bestehen drei Szenarien, in welchen diese Mobilitätsformen sinnvoll sein können:

  • Wer sein Fahrzeug planbar über längere Zeiträume nicht benötigt: privates Carsharing
  • Wer nur sehr unregelmässig ein Auto nutzt: privates und öffentliches Carsharing
  • Wer planbar bestimmte Strecken absolvieren muss und einer Fahrgemeinschaft nicht abgeneigt ist: Carpooling

Insbesondere im Sinne einer kombinierten Mobilität sind diese Lösungen hervorragende Optionen. Eine erste Teilstrecke kann dabei mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt werden, für die sogenannte letzte Meile wird von der Schiene auf die Strasse umgestiegen, um sowohl dem Verkehr in der Stadt wie auch den suboptimalen ÖV-Verbindungen auf dem Land zu entgehen.

Teilen:

Wir empfehlen:

Diese Website verwendet Cookies, um Sie beim individuellen Navigieren zu unterstützen. Durch die Benutzung dieser Website erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies im Einklang mit der Erläuterung in unserer Datenschutzerklärung verwenden. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung, um mehr darüber zu erfahren, wie wir Cookies verwenden und wie Sie Cookies verwalten können.

Akzeptieren

Bitte benutzen Sie einen moderneren Browser