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Sicherheit im Strassenverkehr: Das gibt es zu beachten.

Wie du für mehr Sicherheit im Strassenverkehr sorgen kannst

In den vergangenen Jahren sind die Schweizer Strassen deutlich sicherer geworden. Doch gerade in der kälteren Jahreszeit mit verschneiten, eisigen Strassen und langen Nächten sind Autofahrerinnen und Autofahrer gefordert. Dabei kann mit rücksichtsvollem und vorausschauendem Fahren viel zur Unfallverhütung beitragen und so mehr Sicherheit im Strassenverkehr geschaffen werden. Erfahre, was du selbst für mehr Verkehrssicherheit tun kannst.

Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) geht die Mehrheit der Autounfälle in der Schweiz auf Verhaltensfehler zurück. Dazu gehören neben überhöhter Geschwindigkeit insbesondere Vortrittsmissachtung oder Ablenkung. Unaufmerksamkeit am Steuer kann gravierende Auswirkungen haben, da diese die Reaktionszeit beeinträchtigt. Beim Telefonieren oder beim Schreiben von SMS verlängert sich diese enorm. Von einer üblichen Reaktionszeit von zwei Sekunden steigt sie bis auf sieben Sekunden, wenn dabei noch eine SMS getippt wird (Quelle: bfu). Daher gilt: Finger weg vom Handy und wenn immer möglich jede ablenkende Aktivität unterlassen. Lieber einmal mehr anhalten und sich bewusst Zeit nehmen, E-Mails oder WhatsApp zu lesen bzw. zu telefonieren.
Tipp: Aktiviere in deinem Smartphone die Funktion „Beim Fahren nicht stören“ oder stelle den Ruhemodus ein. 

Abstand halten und Sicherheit erhöhen

Grundsätzlich gilt es in der Schweiz, einen Mindestabstand von zwei Sekunden einzuhalten oder eine Distanz der halben Tacho-Geschwindigkeit in Metern. Bei 80 Kilometern pro Stunde wären dies 40 Meter. Gerade wenn die Sicht durch Regen, Nebel oder Schnee eingeschränkt ist, sollte der Abstand unbedingt vergrössert werden, um so einen Unfall zu vermeiden. Auf Schnee und Eis sollte der Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug etwa dreimal so gross sein wie auf trockener Fahrbahn. Auch in der Nacht sollte der Abstand jeweils verdoppelt werden. Besonders aufmerksam muss man bei exponierten Stellen wie Brücken, Waldstücken oder Strecken entlang von Flüssen sein, denn diese können im Winter besonders glatt sein. Natürlich sind Winterreifen absolute Pflicht. Diese sollten mindestens ein Reifenprofil von vier Millimetern aufweisen, um optimale Haftung zu bieten. An dieser Stelle soll gesagt sein: Winterreifen sind zwar hilfreich, jedoch ersetzen sie natürlich nicht eine an die Strassenverhältnisse angepasste Fahrweise.
Tipp: Der Sicherheitsgurt muss anliegend am Körper sein. Daher immer vorher die dicke Winterjacke ablegen, sonst kann der Gurt nicht richtig greifen. 

Vorausschauend fahren – aber wie?

Einen Schritt weiterdenken und Situationen richtig einschätzen – dies kann helfen, sicherer durch den Verkehr zu kommen und abrupte Bremsmanöver zu vermeiden. Doch was bedeutet vorausschauendes Fahren eigentlich? Beispielsweise sollten beim Einfügen in den Verkehr, Wenden oder Rückwärtsfahren andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden. Im Idealfall ist ein vorausschauender Fahrer einer, der stets die Fehler anderer Verkehrsteilnehmer einkalkuliert und mögliche Reaktionen auf die Situation rechtzeitig antizipiert. Denn nicht nur das unmittelbare Auto vor oder nach einem ist ausschlaggebend. Es braucht dafür einen ganzheitlichen Blick auf den Verkehr. Mitgedacht werden sollte beispielsweise auch an Velos oder andere Zweiräder. Wenn man sich in einer stehenden Kolonne befindet, sollte Rücksicht auf Fahrräder und Mofas genommen werden, indem ihnen genügend Platz gegeben wird, an der Kolonne vorbeizufahren.
Tipp: Bei Bus- oder Tramhaltestellen sollte immer mit überquerenden Fussgängern gerechnet werden.

Kind im Auto

Gemäss TCS ist jedes zweite Kind in der Schweiz im Auto nicht richtig gesichert – und dies obschon es klare Richtlinien gibt. Ohne einen Kindersitz beispielsweise ist ein Kind dreimal mehr gefährdet, bei einem Unfall schwer verletzt zu werden. Der richtige Sitz, der auf die Grösse und das Gewicht des Kindes eingestellt ist, kann diesem das Leben retten. Dabei ist es aber genauso wichtig, dass der Sitz richtig montiert und genutzt wird. Was für die Erwachsenen gilt, gilt auch für das Kind. Der Gurt muss so eng wie möglich am Körper des Kindes anliegen. Daher vor dem angurten die Winterjacke ausziehen, da sonst die Schutzwirkung reduziert wird.

Mit einfachen Handgriffen für mehr Sicherheit sorgen

Manchmal braucht es gar nicht viel, um die eigene Verkehrssicherheit zu erhöhen. Wenn beispielsweise die Kopfstütze richtig eingestellt ist, trägt diese wesentlich dazu bei, dass es bei einem Auffahrunfall nicht zu einem Schleudertrauma kommt. Dazu muss die Oberkante der Kopfstütze auf der gleichen Höhe sein wie die Oberkante des Kopfes. Zudem muss auch noch der Abstand stimmen, sprich Hinterkopf und Kopfstütze müssen sich berühren. Wichtig ist es auch, die Einstellung der Seiten- und des Rückspiegels zu prüfen. Gerade wenn man sich in ein fremdes Auto setzt, müssen diese unbedingt vor der Fahrt zuerst eingestellt werden. Natürlich lösen auch die Spiegel die Problematik mit dem toten Winkel nicht. Daher sollte beim Spurwechsel immer ein Schulterblick gemacht werden.

Auch Dinge wie Zeichen setzen, Toleranz gegenüber anderen Verkehrsteilnehmenden und richtiges Überholen sind mindestens genauso wichtig für die Verkehrssicherheit. Sicherheit fängt im Kleinen an – und vor allem bei jedem Einzelnen. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit im Strassenverkehr sind auf der Webseite des TCS, des bfu und des ACS zu finden.

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