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Tipps für angehende Autofahrer

Welche Tipps gibt es für den Erwerb des Führerausweises? Worauf muss geachtet werden und welche speziellen Regelungen gelten für Lernfahrer und Neulenker?

Der Erwerb des Führerausweises und der damit verbundene Eintritt in den Strassenverkehr ist für viele junge Erwachsene ein wichtiger Schritt im Leben. Die folgenden Tipps zeigen, wie du zum eigenen Ausweis gelangst und was du dabei beachten solltest.

Lernfahrgesuch beantragen

Handelt es sich um den ersten Führerausweis, so muss vor der Anmeldung zur Theorieprüfung zuerst ein persönliches Gesuch eingereicht werden. Das Formular umfasst:

  • Angaben zu den Personalien
  • Fragen zum gesundheitlichen Zustand
  • einen Sehtest, der bei einem Optiker durchgeführt werden muss
  • ein farbiges Passfoto in hoher Auflösung für den Lernfahrausweis

Zudem muss ein Nothelferkurs besucht werden. Dieser hat sechs Jahre Gültigkeit. Personen, die bereits für eine andere Fahrzeug-Kategorie einen Führerausweis besitzen, können diesen Schritt auslassen.

Anmeldung zur Theorieprüfung

Sobald dieses Gesuch für den Lernfahrausweis angenommen ist, erhält der Bewerber die Zugangsdaten für die Anmeldung zur Theorieprüfung. Diese erfolgt meist online und darf frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters absolviert werden. Personen, die bereits einen Ausweis der Motorrad-Kategorie A1 besitzen, müssen für das Auto keine zusätzliche Theorieprüfung ablegen.

Eine umfassende Ausbildung ist ausschlaggebend

Sowohl die theoretische wie auch die praktische Ausbildung haben einen entscheidenden Einfluss auf das spätere Fahrverhalten. Dabei sind sie nicht nur Grundvoraussetzung für den Erhalt des Führerausweises, sondern bestimmen auch die Freude und Sicherheit, die später beim Fahren mit dem Auto verspürt wird. Daher sollte hier nicht an Zeit oder Geld gespart werden.

Theorie erlernen für mehr Sicherheit

Die Theorie bildet die Basis für die späteren Fahrstunden. Gute Kenntnisse der Verkehrsregeln sind wichtig, damit man sich im Strassenverkehr auf das Fahren konzentrieren kann. Die theoretische Ausbildung umfasst aber nicht nur Verkehrstafeln und -regeln, sondern auch das Wissen über das Verhalten im Verkehr oder den Einfluss von Medikamenten oder Alkohol. Die theoretische Prüfung wird elektronisch gelöst. Sobald du diese bestehst, erhältst du deinen Lernfahrausweis, sofern du das 18. Lebensjahr erreicht hast.

Übung macht den Meister

Nach bestandener Theorieprüfung folgt die praktische Ausbildung. Wichtig ist, dass man als Lernfahrer hierfür genügend Zeit einplant, um die richtige Fahrschule auszuwählen, das Fahrzeug kennenzulernen und sich langsam an den Strassenverkehr heranzutasten. Besonders am Anfang lohnt es sich für eine gute Basis, mehrheitlich mit dem Fahrlehrer zu üben. Danach sind Lernfahrten mit den Eltern oder älteren Geschwistern empfehlenswert, um die Abläufe zu festigen. Dazu benötigst du ein Lernfahrer «L», das am Heck des Autos angebracht werden muss. Dieses findest du beispielsweise an Tankstellen. Die Dauer der praktischen Ausbildung und die Anzahl Lektionen sind bei jeder Person unterschiedlich. Nimm dir genügend Zeit und lass dich nicht unter Druck setzen.

Regeln für Begleitpersonen bei Lernfahrten

Denk daran, dass deine Begleitperson das 23. Lebensjahr vollendet haben und in Besitz eines unbefristeten Führerausweises sein muss. Lernfahrten auf der Autobahn sind erst dann erlaubt, wenn du prüfungsreif bist. Achte darauf, dass du deinen Lernfahrausweis immer bei dir trägst.

Verkehrskunde: Verbindung von Theorie und Praxis

Eine zusätzliche Anforderung für den Führerausweis ist der Verkehrskundeunterricht. Dieser muss vor der Anmeldung zur praktischen Führerprüfung absolviert werden und umfasst Inhalte wie Verhalten im Verkehr oder Einschätzen von Verkehrssituationen.

Nach der Prüfung ist vor der Prüfung

Mit dem Bestehen der praktischen Prüfung ist ein grosser Schritt getan, die Ausbildung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Seit Dezember 2019 müssen Neulenker während des ersten Jahres auf Probe nur noch einen obligatorischen WAB-Kurs absolvieren. Wird dieser Kurs jedoch nicht besucht, droht ein Entzug des Führerausweises. Zudem empfiehlt es sich, in regelmässigen Abständen den Nothelferkurs aufzufrischen oder den Sehtest zu wiederholen, damit man jederzeit sicher unterwegs ist. Freiwillige Weiterbildungen und Fahrtrainings nach der Probezeit sind spannend und tragen dazu bei, dass du auch in schwierigen Situationen die Kontrolle über dein Fahrzeug behältst.

Spezielle Regelungen für Neulenker auf Probe

Die Probezeit dauert in der Regel drei Jahre. In dieser Zeit gelten für Neulenker spezielle Regelungen. Falls du in diesen Jahren eine Widerhandlung begehst, die einen Führerausweisentzug zur Folge hat, wird die Probezeit zunächst um ein Jahr verlängert. Bei einem zweiten Vergehen wird dir der Führerausweis auf Probe ganz entzogen. Auch Unfälle können Einfluss auf die Länge der Probezeit haben. In Bezug auf den Alkoholkonsum gibt es ebenfalls Unterschiede. Während für Neulenker auf Probe eine Alkohol-Nulltoleranz (≤ 0.1 Promille) gilt, beträgt der zugelassene Grenzwert in der Schweiz für Personen mit einem unbefristeten Führerausweis 0.5 Promille. Wird die Probezeit ohne Vorkommnisse absolviert, kann man als Neulenker den unbefristeten Führerausweis beim Strassenverkehrsamt beantragen.

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