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Vom Airbag zu "Connected Cars": Fahrsicherheit im Wandel der Zeit

Die Sicherheit spielt heute bei der Produktion neuer Automodelle eine zentrale Rolle. Das ist schon seit langem so. Wie hat sich die Fahrsicherheit über die Jahre verändert? Und welche Technologien sorgen dafür, dass Autofahrer immer sicherer auf den Strassen unterwegs sind?

Obwohl das Verkehrsaufkommen stetig ansteigt, sind die Unfallzahlen vielerorts rückläufig. Airbags, Sicherheitsgurte und das Antiblockiersystem ABS sind nur einige der zahlreichen Erfindungen, welche die automobile Sicherheit markant verbessert haben. Bei den ersten Automodellen waren Schutzmöglichkeiten noch zweitrangig: Das Auto allein war die Innovation der Zeit und auf den Strassen war noch nicht viel los.

Deshalb wird die Fahrsicherheit von Autos immer besser

Fahrzeuge sind nicht nur immer schneller geworden, auch das Verkehrsaufkommen ist im Laufe der Zeit stark gestiegen. Aus diesem Grund nahm auch die Anzahl der Unfälle laufend zu. Neue Innovationen zur Verbesserung der Fahrsicherheit mussten her: Vom Airbag über Fahrsicherheitstrainings bis zu vernetzen Autos (Connected Cars) – verschiedenste Lösungen helfen uns dabei, Gefahren auf den Strassen frühzeitig zu erkennen und richtig zu handeln. Denn heute ist auf unseren Strassen stets viel los: Automobilisten, Motorrad- und Velofahrer aber auch Fussgänger müssen schnell und sicher aneinander vorbeikommen.

Beim Autofahren kommt es auch auf die richtige Innenausstattung an

  • Sicherheitsgurt: In Europa reduzierten Gurte die Anzahl der Unfälle um die Hälfte. Die Sicherung schützt nicht nur bei frontalen Crashs, sondern verhindert auch das Herausschleudern aus dem Auto. Die Industrie tüftelt derzeit an weiteren Verbesserungen: Bald wird für die Rücksitze eine Gurt-Airbag-Kombination erhältlich sein.
  • Airbag: Nach dem Sicherheitsgurt erbringt der Airbag wohl die bedeutendste Schutzleistung in Fahrzeugen. Auch Airbags gehören zu den passiven Sicherheitssystemen im Auto; sie werden bei einem Aufprall ausgelöst. Airbag-Systeme sorgen für den optimalen Schutz bei einer Kollision und öffnen sich innerhalb von 20 bis 50 Millisekunden. Nachdem Airbags zu Beginn nur für die Fahrer installiert wurden, sind mittlerweile diverse andere wie Seiten-Airbags und Beifahrer-Airbags verfügbar.

Nur nicht vom Weg abkommen: Wie uns Assistenzsysteme unterstützen

  • Antiblockiersystem (ABS): Das ABS zählt zu den ersten Assistenten der Autoindustrie. Die Erfindung war wegweisend, denn sie sichert die Lenkbarkeit eines Fahrzeugs auch bei blockierenden Rädern. Seither kamen zahlreiche neue digitale Unterstützungen auf den Markt, die Autofahrer entlasten.
  • Spurhalteassistent: Nähert sich das Fahrzeug den Markierungen, warnt das digitale System den Fahrer oder lenkt aktiv dagegen. Dank der Reaktion auf Fahrspurmarkierungen wird das Fahren einfacher.
  • Müdigkeitswarner: Das System analysiert ununterbrochen das Lenkverhalten auf Informationen, die auf nachlassende Konzentration hindeuten. Bei Ermüdungssymptomen wird der Lenker gewarnt.
  • Adaptiver Tempomat: Der Tempomat hält die vom Fahrer eingestellte Geschwindigkeit. Moderne, adaptive Tempomaten können jedoch auch Auffahrunfälle oder die Schwere ihrer Folgen verhindern, indem sie sich dem vorausfahrenden Verkehr anpassen und in Gefahrensituationen eine Bremsung einleiten.

Autos kommunizieren miteinander: Sind „Connected Cars“ die Zukunft?

Gegenwärtig verhindern also bereits zahlreiche technische Systeme, dass Unfälle überhaupt erst entstehen: Sie helfen beim Bremsen, halten Sicherheitsabstand oder warnen, falls es beim Fahren zu Konzentrationsverlust kommt. Die Entwicklung geht aber noch einen Schritt weiter. Einfallsreiche Ingenieure arbeiten daran, dass Autos in der Zukunft, sogenannte „Connected Cars“, untereinander kommunizieren und sich so gegenseitig warnen können. Durch das Konzept des „Connected Cars“ sind die Fahrzeuge nicht mehr als einzelne Objekte, sondern als grosses Ökosystem auf den Strassen unterwegs. Gerade im urbanen Raum wird durch die Konnektivität das Fahren in Kolonnen zügiger und auf Autobahnen können Staus einfacher umfahren werden – so bleibt man mobil.

Fahrsicherheitstrainings rüsten für Extremsituationen

Selbst wenn zahlreiche Systeme die Sicherheit erhöhen: Die Verantwortung können sie dem Fahrer noch nicht abnehmen. Das Auto ist also nur so sicher wie sein Fahrer. Obwohl wir heute ein viel stärkeres Bewusstsein für Gefahren im Strassenverkehr haben als früher, kommt es immer noch regelmässig zu Unfällen. Fahrsicherheitstrainings, aber auch eine gesunde Selbsteinschätzung zum eigenen Fahrverhalten lassen uns noch sicherer unterwegs sein:

  • Fahre nur, wenn du fit, wach und aufmerksam bist. Auf längeren Strecken legst du besser einige Pausen ein.
  • Das Smartphone hat am Lenkrad nichts verloren: Experten vermuten, dass bei Unfällen oft das Smartphone im Spiel ist.
  • Rechne damit, dass andere Verkehrsteilnehmende einen Fehler machen und fahre so, dass du darauf reagieren kannst. Nimm insbesondere auch Rücksicht auf Motorrad- und Velofahrer.
  • Fahrsicherheitszentren bieten Trainings an, um Gefahrensituationen besser zu erkennen und in Extremsituationen richtig zu reagieren. Um in brenzligen Situationen richtig zu handeln, ist es entscheidend, vorher die Grenzen seines Fahrzeugs kontrolliert ausgetestet zu haben. Fahrsicherheitszentren bieten unterschiedliche Trainings an, von denen jede Autofahrerin und jeder Autofahrer profitieren kann.

Solange Autos also noch nicht vollkommen selbständig auf den Strassen unterwegs sind, muss derjenige, der am Steuer sitzt, stets die Kontrolle über das Fahrzeug haben.

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