Das Porträt über die individuelle Mobilität in der Schweiz.
  • Elektromobilität

Was ist eigentlich ein Hybrid-Auto und was sind die Vor- und Nachteile?

Nicht nur Verbrennungsmotor, nicht nur Elektroantrieb, sondern beides – was sind eigentlich Hybride, und was sind die Vorteile?

Die Welt der Antriebsmöglichkeiten ist nicht nur Schwarz und Weiss – zwischen Verbrennungsmotoren und Elektroantrieben gibt es noch Mischformen – sogenannte Hybride.
Dabei wird unterschieden zwischen Plug-In-Hybriden, bei welchen die Batterie via Stecker aufgeladen werden kann…
…und Voll- oder Mild-Hybriden, welche ihre Batterie während der Fahrt via Rekuperation aufladen – beispielsweise beim Bremsen.
Die Reichweiten der beiden sind dabei unterschiedlich – Voll-Hybride schaffen nur kürzere Strecken rein elektrisch. Plug-In-Hybride (PHEV) erreichen bis zu 100 elektrische Kilometer, dann müssen sie wieder an den Stecker.
Die Vorteile eines Hybridautos sind einerseits geringere CO2-Emissionen durch weniger Spritverbrauch, was die Umwelt schont…
…weniger Abhängigkeit von Ladestationen als ein Elektroauto – ist die Batterie leer, übernimmt der Verbrennungsmotor.
Wenn du mehrheitlich Kurzstrecken mit dem Auto zurücklegst, aber auch mal einen Ausflug in die Natur machen willst, wo du keine Ladestation hast, könnte ein Hybrid etwas für dich sein!
Dank dem Elektromotor beschleunigen Hybride bis zu 20% besser als normale Verbrenner.

Wird ein Fahrzeug nicht durch einen einzigen Treibstoff wie Benzin, Diesel oder Erdgas angetrieben, sondern von einer Kombination mit Elektroantrieb, ist die Rede von Hybrid-Modellen. Wie diese funktionieren und was die Vorteile dieses Antriebs sind, wird in diesem Artikel erklärt.

Weiterfahren – auch ohne Strom

Im Gegensatz zu reinen Verbrennungsmotoren oder elektrischen Antrieben schlagen bei Hybriden zwei Herzen in der Brust. Nebst Benzin, Diesel, Erdgas oder anderen Treibstoffen werden Hybride zusätzlich über einen Elektromotor angetrieben. Dieser wird meist aus einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist. Je nach Fahrsituation übernimmt einer der beiden Motoren den Antrieb komplett – oder aber beide gemeinsam. Üblicherweise wird zwischen drei verschiedenen Sorten von Hybriden unterschieden: Da sind zum einen die Plug-In-Hybride, die über das Stromnetz geladen werden können. Zum anderen gibt es noch Voll- und Mild-Hybride, die ihre elektrische Energie aus überschüssiger Motor- und Bremskraft gewinnen. Der Voll-Hybrid kann dabei eine kurze Strecke auch rein elektrisch zurücklegen, beim Mild-Hybrid unterstützt der Elektromotor den Benziner oder Diesel, kommt aber nicht ohne ihn aus.

Einstecken oder nicht?

Plug-In-Hybridautos oder kurz PHEV (plug-in hybrid electric vehicle) verfügen über einen Stecker, mit dem die Batterie aufgeladen werden kann. Die Kapazität der Batterie beim Plug-In-Hybridantrieb ist meist höher als bei normalen Hybridfahrzeugen, wobei die elektrische Reichweite meist zwischen 40 und 100 Kilometer beträgt. Falls das Fahrzeug über einen Range Extender verfügt, wird es rein elektrisch angetrieben. Der Verbrennungsmotor sorgt dann nur noch für die erhöhte Reichweite, indem er die Batterie mit Energie speist. Für den direkten Vortrieb kommt er aber nicht zum Einsatz.

Ist kein Stecker vorhanden, ist die Rede von einem Voll- oder Mild-Hybrid. Anders als bei Plug-In-Hybriden ist die elektrische Reichweite bei diesen Modellen sehr gering (Voll-Hybrid) oder es ist gar nicht möglich, rein elektrisch zu fahren (Mild-Hybrid) – der Elektromotor unterstützt lediglich beim Beschleunigen oder in Stausituationen. Die Batterie wird dabei über Rekuperation aufgeladen; dies bedeutet, dass die Bremsenergie des Autos genutzt wird. Teilweise kommt auch überschüssige Motorleistung zum Laden der Batterie zum Einsatz.

Darum sind Hybridfahrzeuge eine gute Wahl:

  • Weniger Verbrauch: Durch die Unterstützung des Elektromotors oder das rein elektrische Fahren bei Plug-In-Hybridfahrzeugen sinken der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen. Das ist insbesondere im Stadt- und Stauverkehr relevant, wo sehr oft gebremst und wieder angefahren wird.
  • Mehr Autonomie: Anders als Elektroautos sind Hybride nicht auf ein Netzwerk von Ladestationen angewiesen. Ist der Akku einmal leer, übernimmt der Verbrennungsmotor den Antrieb und sorgt so für eine deutlich grössere Reichweite. Auch wenn die Zeit mal knapp ist, hat dies Vorteile: Anstelle von längerem Aufladen kann ganz klassisch Treibstoff getankt werden und man ist nach ein paar Minuten wieder unterwegs.
  • Bessere Beschleunigung: Während Hybridfahrzeuge nicht zwingend für ihre Leistung als Kraftpakete bekannt sind, darf sich ihre Beschleunigung durchaus sehen lassen. Durch das hohe Drehmoment von Elektromotoren ist der Schub vom Start weg hoch, was in Kombination mit dem Verbrenner zu rund 10 bis 20 Prozent besseren Beschleunigungswerten führt.

Für den Stadtverkehr mit meist sehr kurzen Strecken sind insbesondere Plug-In-Hybride durchaus eine valable Option, da für den kleinen Mobilitätsbedarf der Elektromotor genutzt werden kann – vorausgesetzt, das Fahrzeug kann aufgeladen werden. Um vereinzelt weitere Strecken zu fahren, wird der Verbrennungsmotor genutzt, welcher für eine grosse Reichweite sorgt. Ausserhalb dieses Bedarfs sind wohl andere Antriebstechnologien die bessere Wahl.

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