Das Porträt über die individuelle Mobilität in der Schweiz.

Frontmann der guten Laune

Autogramm von Tim

«Das Auto schweisst uns zusammen und führt uns zu neuen Abenteuern.»

Tim ist ein sehr lebensfroher und neugieriger Mensch, der immer gern auf Achse ist. Neben seinem Beruf als Lehrer ist die Musik seine grosse Leidenschaft. Diese teilt Tim mit seinen Bandmitgliedern Matthias, Simo, Benj und Julian. Als Les Touristes ist die Schweizer Mundart-Band auf vielen kleinen Festivals unterwegs und gibt auch in abgelegenen Berggebieten Konzerte. Fast unmöglich wäre es für das Pop-Quintett aus Basel mit mehreren Keyboards, Schlagzeug und Bassverstärker an diese Orte ohne Auto zu gelangen. Daher schätzt die ganze Band das Auto sehr. Zuhause ist der 27-jährige Frontsänger in der Stadt Basel und nutzt dort aus praktischen Gründen neben seinem Velo eigentlich fast nur den öffentlichen Verkehr – egal ob Tram, Bus oder Zug.

«Mit vollgepacktem Auto zu einem OpenAir-Gig aufzubrechen, ist das beste Gefühl für mich.»

Beim Beladen des Autos vor einem Auftritt steigt jeweils richtig die Vorfreude und die Jungs können es kaum erwarten, los zu fahren. Vom Toggenburg bis ins Leimental – Les Touristes sind überall in der Schweiz unterwegs und müssen dafür mit ihrem ganzen Equipment sehr mobil sein. Oft enden die Konzerte spät abends – so kommt die Band nur im Auto am gleichen Tag zurück nach Basel. Über die Jahre ist das Auto auch ein Symbol ihrer tiefen, freundschaftlichen Verbundenheit geworden und lässt gemeinsame Erinnerungen an grossartige Konzerte und aufregende Festivals aufleben.

Gemeinsame Erlebnisse feiern

Tim machte seine Fahrprüfung im Vergleich zu anderen Jugendlichen erst etwas später. Mit 20 Jahren war er dann so weit, vorher hatte das Auto schlichtweg keine Priorität in seinem Leben. Denn bis dahin reichten dem heutigen Frontsänger von Les Touristes Velo, Zug oder Bus völlig aus. Zu Beginn war das Auto ein reines Hilfsmittel für die Mundart-Band aus Basel. Heute hat es auch eine emotionale Bedeutung – denn mit dem Auto haben die Jungs schon viel zusammen durchgemacht. Ein besonders prägendes Erlebnis war, als Les Touristes für ein internationales Konzert an einem Kultur-Festival in Holland angefragt wurden. Die Anfrage löste bei den Bandmitgliedern Begeisterung aus, da eine solche Einladung ausserhalb der Schweiz für eine Mundart-Band schon eine Besonderheit ist. Unglücklicherweise waren sämtliche Hotelzimmer in der Umgebung ausgebucht, daher fuhren die Fünf mit dem Auto die ganze Nacht durch. Nach einem grossartigen Konzert machten sich die fünf Freunde noch auf den Weg ans Meer und liessen das Erlebte Revue passieren. Ein schöner Moment, der ein Stück weit Band-Geschichte schrieb.

«Das Auto als Arbeitsplatz.»

Für die Mundart-Band ist das Auto viel mehr als nur ein Fahrzeug. Es ist ein wichtiger Arbeitsort, in dem Les Touristes unterwegs bereits viele wichtige Entscheidungen getroffen haben. In ihrem mobilen Sitzungszimmer haben Tim und seine Freunde auch schon kurz vor dem Konzert und während der Fahrt nochmals Sets umgestellt oder letzte Notizen gemacht. Danach geht es direkt vom fahrenden Kreativ-Büro ab auf die Bühne. Selbst im eigenen Musikvideo wurde das Band-Auto schon als Surfbrett in Szene gesetzt. Für Tim ist das Auto, das er spasseshalber «Ferrari» nennt, aber auch eine Art «Bubble», wo man sich nochmals zusammen austauschen kann und gemeinsame Visionen oder Pläne entwickelt. Ohne den «Ferrari» wäre das aktuelle Tour-Programm gar nicht machbar. So hat das Auto den Jungs schon unzählige Konzerte gerettet, indem eines der Bandmitglieder in letzter Minute als Chauffeur eingesprungen ist. Man könnte sogar sagen, es ist zu einem sechsten Band-Mitglied geworden.

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