Das Porträt über die individuelle Mobilität in der Schweiz.

Das Auto: unverzichtbar für die individuelle Mobilität – heute und morgen

«Mein AUTOgramm» ist ein Engagement von auto-schweiz, der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure. Diese Aktion zeigt mit Fakten und Geschichten aus dem echten Leben auf, dass die individuelle motorisierte Mobilität der Antrieb für unser Leben ist. Ganz gleich, ob im eigenen oder im fremden Auto, in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln, ob als Fahrerin oder Mitfahrer, ob mit Benzin, Strom, Diesel, Gas, Wasserstoff oder einem anderen Antrieb.

«Individuelle Mobilität ist ein Freiheitsbedürfnis, das für die meisten Schweizerinnen und Schweizer sehr wichtig ist»

François Launaz, Präsident auto-schweiz.

Die individuelle Mobilität und damit die Autos erfüllen ein echtes Ur-Bedürfnis der Menschen: die Freiheit, spontan Dinge zu tun und eigene Wege zu gehen. Gleichzeitig zeigt «Mein AUTOgramm» auch, mit welchen Technologien und Einsatzmöglichkeiten die Umweltbelastung und der CO2-Ausstoss neuer Fahrzeuge weiter gesenkt werden.

François Launaz unterwegs im Elektro-Auto und über seinen Bezug zum Auto:

Der Präsident von auto-schweiz über die individuelle Mobilität in der Schweiz und sein Traumauto:

Die meist gestellten Fragen

Warum sagt auto-schweiz, dass das Auto weiterhin ein Teil der Lösung und nicht ein Teil des Problems für die individuelle Mobilität in der Schweiz sein wird?

Die Strasse bleibt das Rückgrat des Schweizer Verkehrssystems. Im Jahr 2018 wurden über 75 Prozent des Landverkehrs in der Schweiz über den privaten motorisierten Strassenverkehr abgewickelt, der überwiegende Teil davon mit Personenwagen. Viele ländliche Gemeinden wären ohne Autos kaum oder nur schwer erreichbar, manche Bergregion wohl gar nicht. Die Schweizer Wirtschaft ist darauf angewiesen, dass sie ihre Produkte weiterhin schnell, sicher und kosteneffizient ausliefern kann. Der Strassentransport macht heute rund zwei Drittel des Güterverkehrs in der Schweiz aus. Mit der weiteren Zunahme des Online-Handels und der Just-in-Time-Produktion wird die Strasse auch in den kommenden Jahrzehnten von zentraler Bedeutung für das Schweizer Wirtschaftsleben sein.

Welche Rolle haben die Strassen im künftigen Verkehrssystem?

Auch in Zukunft wird sich ein Grossteil des Schweizer Verkehrs auf Strassen abspielen. Laut den «Verkehrsperspektiven 2040» des Bundesamtes für Raumentwicklung wird der private motorisierte Personenverkehr in 20 Jahren immer noch rund 70 Prozent der Verkehrsleistung ausmachen – ein kaum geringerer Anteil als heute. Trotz des besten öffentlichen Verkehrssystems der Welt wird also das Auto auch in Zukunft seine zentrale Stellung im Mobilitätsmix der Schweiz behalten.

Warum setzt auto-schweiz auf Elektromobilität?

Elektrisch angetriebene Fahrzeuge – ob mit Batterie oder einer anderen Energiequelle wie der Brennstoffzelle – sind im Betrieb emissionsfrei, stossen also auf der Strasse kein CO2 und keine antriebsbedingten Schadstoffe aus. Sie stellen daher eine wichtige technologische Entwicklung dar, um den Strassenverkehr noch effizienter und sauberer zu machen als er es heute schon ist. Die Schweiz verfügt zudem über gute Rahmenbedingungen für die Elektromobilität, wie etwa eine CO2-arme Stromproduktion oder eine überschaubare Landesgrösse, welche den Einsatz elektrisch angetriebener Fahrzeuge noch praktikabler und ökologisch sinnvoller machen. Trotzdem braucht es noch den einen oder anderen Effort, um die Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen, wie etwa einen stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Was machen die Autoherstellen für die Förderung der Elektromobilität?

Praktisch sämtliche Automobilhersteller richten sich auf diese Zukunftsentwicklung aus und investieren enorme Beträge in entsprechende Techniken. Zum einen werden die Fahrzeuge so in punkto Reichweite oder Ladegeschwindigkeit immer leistungsfähiger, zum anderen wird dies zu weiteren Preisreduktionen für Automobilistinnen und Automobilisten führen.

Ist der Diesel eine Antriebsart der Vergangenheit?

Bei bestimmten Einsatzprofilen ist der Diesel eine hervorragende Wahl, gerade wenn es um längere Strecken und einen hohen Bedarf an Flexibilität und Zuverlässigkeit geht. Besonders im Transportsektor hat der Diesel deshalb heute einen fast 100-prozentigen Marktanteil, weil er effizienter ist als ein Benziner und sich mit seinem höheren Drehmoment besonders für den Lastentransport eignet. Bei vielen Logistikdienstleistungen ist der Faktor Zeit entscheidend, weshalb eine Betankung in kurzer Zeit von grossem Vorteil ist.

Auch bei Personenwagen gibt es Anwendungsbereiche, die einen Dieselmotor zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel machen. Aussendienstmitarbeiter etwa, die auf der Fahrt von Kunde zu Kunde viele zehntausende Kilometer im Jahr zurücklegen, schwören auf den Selbstzünder, weil er hier derzeit die beste Mischung aus Effizienz, Kosten und Flexibilität bietet.

Werden neue Antriebssysteme den Diesel bald verdrängen?

Batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge holen zwar nach und nach auf. Sie kommen aber heute noch nicht an alle entsprechenden Vergleichsdaten bei dem Dreieck aus Preis, Reichweite und Tank- bzw. Ladezeit heran. Wie weitere technische Entwicklungen dieses Verhältnis in der Zukunft verändern könnten, wird man sehen.

Wie engagiert sich auto-schweiz in Bezug auf Umweltschutz?

Bereits 1992 hat auto-schweiz die «Stiftung Auto Recycling Schweiz» ins Leben gerufen. Ihr Zweck besteht darin, die umweltgerechte Entsorgung von Fahrzeugen und ihrer Bestandteile zu fördern und zu kontrollieren. Die Stiftung führt derzeit gemeinsam mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA ein Projekt zum Thema Batterierecycling von Elektroautos durch. So sollen in der Schweiz die Grundlagen gelegt werden für die gezielte Rückgewinnung der wertvollen Rohstoffe aus Antriebsbatterien. Mit der steigenden Zahl an neuen Fahrzeugen mit Akkus an Bord wird deren Rücklauf in den kommenden Jahren stetig zunehmen. auto-schweiz und ihre Mitglieder bereiten sich bereits heute darauf vor.

Zur Förderung des Bewusstseins für Elektromobilität hat auto-schweiz im Februar 2018 das Ziel «10/20» ausgegeben. Damit soll im Jahr 2020 ein zehnprozentiger Anteil von Elektroautos und Plug-in-Hybriden am Markt für neue Personenwagen erreicht werden. Nur so sind die ab 2020 strengeren CO2-Vorgaben ansatzweise zu erreichen. Das Ziel ist sehr ambitioniert, lag doch der entsprechende Marktanteil der sogenannten «Steckerfahrzeuge» 2018 erst bei 3,2 Prozent. Doch mit steigendem Modellangebot und sinkenden Preisen stehen die Aussichten für die Erreichung von «10/20» sehr gut.

Wie sieht es mit der Schadstoffbelastung in der Schweiz aus?

Die Luftqualität in der Schweiz ist heute so hoch wie wohl noch nie seit Beginn des industriellen Zeitalters. Dies legen die jährlichen Berichte des Bundesamts für Umwelt BAFU nahe. So liegt etwa die Belastung mit Feinstaub oder Stickstoffdioxid so tief wie noch nie seit Beginn der Messungen vor knapp 30 Jahren – egal, ob auf dem Land oder in der Stadt. Und dies obwohl der Autoverkehr in der Schweiz seitdem um rund 30 Prozent zugenommen hat. Dies spricht klar für den Erfolg der technologischen Entwicklungen der Automobilhersteller im Umweltbereich. Strassenfahrzeuge sind immer sauberer und effizienter geworden und diese Entwicklung geht stetig weiter.

Warum konnte in der Schweiz die Vorgabe hinsichtlich Senkung des CO2-Ausstosses noch nicht erreicht werden?

Der seit Mitte 2012 geltende Zielwert von durchschnittlich 130 Gramm CO2 pro Kilometer für neue Personenwagen wurde in den vergangenen Jahren jeweils um einige wenige Prozent überschritten (z.B. 2018: 6 %). Die Vorgabe selbst stammt von der EU und wurde in der Schweiz unverändert übernommen. In der EU gleichen sich allerdings verschiedene Märkte mit unterschiedlichen Bedürfnissen aus, so dass der Zielwert insgesamt erreicht wird. Die Schweiz für sich hat aufgrund ihres in Europa einzigartigen Marktes eine Sonderstellung. Aufgrund der mit Liechtenstein höchsten Kaufkraft und der geografischen Lage im Alpenraum werden hier Modelle mit Allrad und besserer (Sicherheits-)Ausstattung deutlich stärker nachgefragt als in anderen Ländern.

Wie setzt sich auto-schweiz für die Automobilistinnen und Automobilisten in der Schweiz ein?

auto-schweiz setzt sich dafür ein, dass die motorisierte Individualmobilität auch morgen noch ihren wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Schweizer Gesellschaft beitragen kann. Es muss möglich sein und bleiben, wo nötig und praktikabel mit dem Auto zur Arbeit zu pendeln. Firmen, KMU und Handwerker müssen weiterhin ihre Waren und Dienstleistungen über die Strasse zu ihren Kunden transportieren können. Und die Schweizer Tourismusdestinationen müssen auch morgen noch für Gäste mit dem Auto erreichbar sein. Der motorisierte individuelle Verkehr bildet zu einem grossen Teil die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz. Nicht zuletzt macht die Autobranche selbst inklusive dem Garagengewerbe, Automobilclubs, Versicherungen und anderer Akteure 93 Mrd. Franken Umsatz pro Jahr – das entspricht etwa 13 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Welche Lösungen sieht auto-schweiz, um die überfüllten Strassen zu entlasten?

Die Schweiz ist in den vergangenen Jahrzehnten massiv gewachsen: Bevölkerung, Wirtschaftsleistung und dementsprechend auch der Verkehr haben deutlich zugelegt. Nicht mitgewachsen ist allerdings die Strassenfläche. Vor allen Dingen die Nationalstrassen, über die mehr als 40 Prozent der gesamten Strassenverkehrsleistung in der Schweiz abgewickelt werden, sind mittlerweile unterdimensioniert. Teilweise sind Ausbauten nötig, vielerorts könnte aber bereits die Öffnung des Pannenstreifens zu Stosszeiten Abhilfe schaffen – ganz ohne neue Bauten. Derzeit wird ein solches Verfahren bereits testweise auf einigen Autobahnabschnitten getestet, etwa der A1 bei Morges – mit grossem Erfolg. Andere Länder kennen diese Massnahme länger und ausführlicher als die Schweiz, etwa die Niederlande, die ebenfalls sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben.

Was will auto-schweiz mit der Aktion «Mein AUTOgramm» erreichen?

Mit «Mein AUTOgramm» will auto-schweiz den immensen Nutzen der motorisierten Individualmobilität in der Schweiz aufzeigen. Ohne Mobilität wäre die Schweiz längst nicht so erfolgreich und lebenswert, wie sie es heute ist. Gleichzeitig will auto-schweiz aber auch zeigen, welche Chancen und Optimierungsmöglichkeiten im Automobilbereich und beim Strassenverkehr bestehen.

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